Wie Tool Use funktioniert

Function Calling wurde im Juni 2023 von OpenAI als API-Feature eingeführt; andere Anbieter zogen kurz darauf nach. Seit der Verbreitung des Model Context Protocol (MCP) hat sich der übergeordnete Begriff Tool Use durchgesetzt.

Das Sprachmodell erhält eine Liste verfügbarer Werkzeuge mit deren Parametern und Beschreibungen. Bei einer Anfrage entscheidet das Modell, ob es ein Werkzeug benötigt, wählt das passende aus und formuliert den Aufruf. Das System führt die Funktion aus, liefert das Ergebnis zurück, und das Modell integriert es in seine Antwort.

Abgrenzung zu einfachen API-Aufrufen

Bei klassischen Integrationen löst eine feste Regel einen festen API-Aufruf aus. Bei Tool Use entscheidet das Sprachmodell situativ, welches Werkzeug wann eingesetzt wird. Das ermöglicht flexible, kontextabhängige Aktionen, die nicht vorab programmiert werden müssen.

Bedeutung für Unternehmen

Tool Use ist technisch die Voraussetzung für agentisches Verhalten: Ein Sprachmodell, das eigenständig Werkzeuge aufruft und deren Ergebnisse bewertet, wird vom reinen Textgenerator zum handlungsfähigen Assistenten. Im Zusammenspiel mit dem Model Context Protocol wird Tool Use zum Bindeglied zwischen KI und bestehender IT-Landschaft.