Abgrenzung zu Cloud und Hybrid
Bei Cloud-KI werden Anfragen über das Internet an Drittanbieter gesendet und dort verarbeitet. Das Unternehmen hat keine Kontrolle darüber, wo die Daten physisch gespeichert oder verarbeitet werden. On-Premise kehrt dieses Prinzip um: Sprachmodell, Vektordatenbank und Wissensbasis laufen im Unternehmensrechenzentrum oder auf einem dedizierten Server vor Ort.
Hybride Ansätze versuchen, unkritische Anfragen in der Cloud und sensible Anfragen lokal zu verarbeiten. In der Praxis erzeugt das die Komplexität beider Welten, ohne die Vorteile einer der beiden konsequent zu realisieren.
Warum On-Premise für die Industrie unverzichtbar ist
Produzierende Unternehmen arbeiten mit Konstruktionsdaten, Prozessbeschreibungen, Zulieferer-Verträgen und Qualitätsdokumenten — Informationen, die den Wettbewerbsvorteil des Unternehmens ausmachen. Ein Abfluss dieser Daten an Cloud-Dienste ist in vielen Fällen nicht nur unerwünscht, sondern aus Compliance-Sicht nicht vertretbar.
On-Premise-KI eliminiert Standardvertragsklauseln, Drittlandtransfers und die Abhängigkeit vom Angemessenheitsbeschluss. Was auf dem eigenen Server läuft, bleibt auf dem eigenen Server.