Es macht einen großen Unterschied, ob eine Maschine „schnurrt"
oder „krächzt".
Ungewöhnliche Nebengeräusche treten früh auf und sind ein
verlässliches Frühwarnsignal.
Die akustische Zustandsüberwachung lässt sich mit geringem
Aufwand realisieren und bringt einen spürbaren Zugewinn an
Prozesssicherheit. Anomalie-Erkennung findet auch akustische
Auffälligkeiten, die mit festen Schwellwerten nicht zu erfassen
sind — und meldet, dokumentiert und protokolliert sie.
Beispiele, die man hören kann:
- Stoßgeräusche
- Schneid- und Stanzgeräusche
- Füllgeräusche
- Klebe- und Verbindungsgeräusche
- und vieles mehr
Jeder Prozess hat seinen eigenen Klang. KI-Systeme können den
gewollten Prozess vom ungewollten akustisch sicher unterscheiden.
Bewegungen, Vibrationen, Beschleunigungen und Kräfte sind
messbar. KI-Systeme klassifizieren diese Daten und interpretieren
sie abhängig vom jeweiligen Betriebszustand.
Damit wird die Fehlerprognose deutlich genauer: Die
Anomalie-Erkennung von KI-Systemen findet auch solche Fehler,
die mit festen Toleranzen und Schwellenwerten nicht zu erfassen
sind.
Beispiele, die man messen kann:
- Reißen statt Schneiden
- Schleifen statt Rollen
- unerwünschtes Biegen
- unerwünschte Krafteinwirkung
- und vieles mehr
Prozesse folgen mechanischen Profilen. Ein KI-System erkennt,
ob ein Profil dem Sollverhalten entspricht — und zeigt es
transparent auf.
Kameras erfassen heute weit mehr als nur das, was dem
menschlichen Auge auffällt. RGB-Bilder, Tiefendaten und
Hochgeschwindigkeitsaufnahmen liefern eine präzise
Datengrundlage — und KI-Systeme machen daraus verwertbare
Information.
Mit Computer Vision werden Objekte, Lagen, Formen und
Bewegungen automatisch erkannt und bewertet. Abweichungen vom
Soll werden sofort gemeldet, dokumentiert und nachvollziehbar
protokolliert.
Beispiele, die man sehen kann:
- Maß- und Geometrieprüfung
- Oberflächendefekte (Kratzer, Risse, Verfärbungen)
- Vollständigkeitsprüfung in Baugruppen
- Fremdkörpererkennung
- und vieles mehr
Was das menschliche Auge übersieht, sieht die KI. Objektiv,
reproduzierbar — bei jedem Werkstück gleich.
Lager, Motoren, Werkzeuge, Schweißpunkte oder elektrische
Komponenten zeigen Probleme oft zuerst über ihre Temperatur an.
Eine ungewöhnlich heiße Stelle ist häufig der erste Hinweis auf
einen bevorstehenden Ausfall.
Mit Wärmebildkameras und Temperatursensoren lassen sich diese
Veränderungen flächig und kontaktlos erfassen. KI-Systeme werten
die Daten aus, erkennen Muster und schlagen Alarm, sobald
Temperaturen vom erwarteten Profil abweichen.
Beispiele, die man thermisch erfassen kann:
- Reibungs- und Verschleißpunkte
- Trocknungs- und Aushärteprozesse
- Überlast an elektrischen Komponenten
- Wärmeverteilung in Spritzguss- und Umformwerkzeugen
- und vieles mehr
Wärme verrät, was sich noch nicht sehen oder hören lässt.
Wer Wärme misst, erkennt Probleme, bevor sie welche werden.